
Förderprogramme: Jetzt in Effizienz investieren
Die Bundesregierung hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2020 sollen die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent, der Bedarf an Primärenergie um 50 Prozent gesenkt werden. Um dies zu erreichen, will sie massiv auf Energiesparen und Energieeffizienz setzen. Allein zehn Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland könnten durch eine Erneuerung veralteter Heizungsanlagen eingespart werden. Aber wie motiviert man möglichst viele Hausbesitzer, in eine Modernisierung ihrer Heiztechnik zu investieren? Der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. (VEH) hat einige Möglichkeiten zusammengetragen:
Wer sich für die Einbindung erneuerbarer Energien in die Heizungsanlage entschließt, kann auf das Marktanreizprogramm des Bundes zurückgreifen – und sollte sich möglichst schnell für die Erneuerung entscheiden. Bis Jahresende 2011 gelten hier nämlich noch erhöhte Fördersätze für Brennwertheizungen mit Solarthermie. Ab Januar 2012 sinkt der Zuschuss für erstmalig installierte Solaranlagen zur Heizungsunterstützung von 120 Euro auf 90 Euro, der Kesseltauschbonus wird von 600 auf 500 Euro gesenkt. Ansprechpartner sind das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die KfW-Förderbanken. Zusätzlich zur Basisförderung gewährt das BAFA auch Investitionszuschüsse für die Kombination verschiedener Maßnahmen, für besonders effiziente Gebäude und innovative Anwendungen. Details unter www.bafa.de.
Das Institut für Wärme und Oeltechnik e.V. (IWO) will mit der Aktion „Deutschland macht Plus“ Kunden motivieren, ihre Heizung mit effizienter Öl-Brennwerttechnik zu modernisieren. Kunden, die bis Ende Juli 2012 ein neues Öl-Brennwertgerät installieren lassen, bekommen eine Heizöl-Prämie von 350 Litern. Bei der Kombination mit einer Solaranlage gibt es sogar eine 500 Liter Prämie. Weitere Informationen unter www.deutschland-macht-plus.de
Neben Förderprogrammen diskutieren Experten aus Politik und Wirtschaft die Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit von einzelnen Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz. Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung zur steuerlichen Förderung energetischer Wohngebäudesanierung befindet sich seit Oktober 2011 im dem Vermittlungsausschuss.

