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Erneuerbare Energien

Solarenergie rechnet sich

In Deutschland nutzen mehr als sechs Millionen Menschen die Kraft der Sonne und nehmen damit ihre Strom- oder Wärmeversorgung selbst in die Hand. Das ist ein zentrales Ergebnis der repräsentativen Umfrage, die im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) durchgeführt wurde.
Dass die Sonne kostenlos Energie zur Verfügung stellt, ist hinreichend bekannt. Doch wie kann man sie am besten nutzen? Photovoltaik oder Solarthermie lautet hier die Frage. „Das kommt ganz darauf an, was Sie wollen“, erklärt Martin Rall, Geschäftsführer der Peter Rall GmbH in Hannover. „Solarthermie unterstützt die Technik, die sowieso im Haus zum Einsatz kommt. Die Sonnenenergie wird direkt genutzt und ersetzt so die benötigte Energie. Empfehlenswert ist Solarthermie deshalb beispielsweise für das typische Einfamilienhaus.“
Photovoltaik hat dagegen aus der Sicht des Fachmanns nicht unmittelbar mit dem Betreiber und seinem Bedarf zu tun. Die erzeugte Energie wird in erster Linie nicht selbst genutzt, sondern verkauft, d. h. in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Eine Photovoltaikanlage ist also eher als Kapitalanlage zu sehen.

Erfahren Sie unten mehr über die Möglichkeiten der Förderung von Solarthermie

Bei der Größe der Anlagen sind die verschiedenen Nutzungen zu berücksichtigen: Bei einer thermischen Anlage sollte man sich fragen, wie viel Energie konkret verbraucht wird. Bei einer PV-Anlage heißt es eher „so viel wie möglich“, so Martin Rall, „damit sich Anschaffung und die Rahmenbedingungen auch lohnen“. „Allerdings“, ergänzt er, „ist im Hinblick auf Atomkraftwerke und die aktuellen Geschehnisse jedes Modul sinnvoll“.
Bei einer PV-Anlage geht man von einer Lebensdauer zwischen 25 und 30 Jahren aus; die Hersteller garantieren nach 20-jähriger Betriebsdauer noch eine Leistung von 80–85 Prozent. Weil thermische Anlagen dagegen bewegte, mechanische Teile haben, die gewartet werden müssen, geht man hier von einer Lebensdauer von ca. 20 Jahren aus. „Generell sollte regelmäßig die Funktionsweise überprüft werden“, so der Fachmann.
Was die Betriebskosten angeht, darüber wird regelmäßig spekuliert. „Die sind verschwindend gering“, weiß Rall und rechnet vor: „Bei einer themischen Anlage arbeitet eine Pumpe für die Solarflüssigkeit. Bei einem Verbrauch von 50–70 W und rund 1000 Betriebsstunden im Jahr bleiben hier die Kosten überschaubar. Und bei einer PV-Anlage gehen sie gleich gegen Null.“
Amortisiert sich denn die Investion überhaupt? „Aber natürlich“, so Rall. „Eine thermische Anlage, die für Warmwasser sorgt, rechnet sich bereits nach acht bis zwölf Jahren. Bei Heizungsunterstützung ist ein genauer Zeitraum schon schwieriger zu nennen, weil es dort auf die Nutzungsweise ankommt. Man kann hier aber von einer Amortisation  nach 15–18 Jahren ausgehen.“
Auch der Betrieb einer Solarstromanlage gestaltet sich wirtschaftlich: Allerdings ergeben sich je nach Berechnungsweise unter den derzeitigen Förderbedingungen unterschiedliche Gewinne.
Die eingangs zitierte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap* ergab: 62 Prozent der Befragten würden am liebsten selbst ihren Energiebedarf (Wärme und Strom) erzeugen oder tun dies bereits. Die Befürworter geben neben dem Umweltschutz (74 %) auch die Unabhängigkeit von der Energiepreisentwicklung (73 %) sowie die Unabhängigkeit gegenüber Energiekonzernen (69 %) als Argument an. Insbesondere bei der Renovierung gibt es inzwischen eine große Nachfrage. Das bestätigen auch die Erfahrungen, die Martin Rall bei seiner täglichen Arbeit macht.
 Übrigens: Wenn mal keine Sonne scheint, müssen Sie nicht gleich kalt duschen. Das solar erwärmte Wasser wird in einem Solarspeicher gesammelt. Dieser ist in der Regel doppelt so groß ausgelegt wie der tägliche Warmwasserbrauch der ganzen Familie. Was die thermische Anlage nicht schafft, wird von der Zentralheizung ergänzt.     (JU) W

Info: Peter Rall GmbH,
Thuler Weg 7, 30519 Hannover, Tel. 0511 831369

*Methodik der Umfrage und Hochrechnung: Die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap fand vom 12. bis 16. April statt. Befragt wurden zwei Tranchen mit 1002 bzw. 1009 Bürgern ab 18 Jahren. Mit Unterstützung der Umfrageergebnisse wurde anhand des Anlagenbestandes in Deutschland die Zahl der Solarenergienutzer in Deutschland errechnet, die mindestens sechs Millionen beträgt.




Förderung von Solarthermie
Der Umstieg auf solares Heizen wird gefördert. Eigenheimbesitzer können sich ihre neue Solarheizung zu 15 Prozent und mehr vom Staat bezuschussen lassen.
Das Marktanreizprogramm (MAP) sieht vor, dass der Staat den Wechsel von einer alten Öl- oder Gasheizung auf moderne und umweltfreundliche Heizsysteme mit Solartechnologie finanziell unterstützt.
Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus beträgt die Fördersumme rund 1800 Euro. 2012 würde die Förderung momentan nur 1400 Euro betragen.
Eine optimale Ausrichtung garantiert auch einen optimalen Ertrag.
Der Fachmann informiert über die verschiedenen Möglichkeiten.

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Kommentare:
Andreas, 14-08-11 15:13:
Sehr interessanter Beitrag. Viele weitere ergänzende Infos findet man auch noch auf http://www.guenstiger-strom.net
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