
Heizung
Heizung erzeugt Strom
Eine neue Heizung für das Einfamilienhaus – Familie Jäger hat die alte Anlage entfernen und eine moderne installieren lassen. So weit ist dieser Schritt nichts Besonderes. Doch bei dem neuen Modell handelt es sich um ein außergewöhnliches, das neben Wärme und Warmwasser auch noch Strom produziert.
Das frei stehende Einfamilienhaus der Jägers wurde 1991 gebaut und verfügt über eine Wohnfläche von 136 m². Damals ließen die Bauherren einen Gasbrennwertkessel mit 20 kW und eine Solaranlage installieren, eine ungewöhnliche Kombination zu dieser Zeit. Die Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Technologien und der Mut, etwas ganz Neues zu testen, führte nun dazu, sich Ende 2009 an einem Pilotprojekt der De Dietrich Remeha GmbH zu beteiligen. Anstatt einen am Markt befindlichen Wärmeerzeuger zu wählen, erklärte sich Familie Jäger bereit, das Strom produzierende Gasbrennwertgerät eVita zu erproben. Dieses sollte den alten Kessel ersetzten, der nach fast 20 Jahren ausgedient hatte. Zwar musste der Schornsteinfeger noch nichts beanstanden, doch energieeffizient arbeitete das technisch veraltete Modell nicht mehr.
Das Gehäuse des Wärmeerzeugers wurde dazu mit schalldämpfendem Material ausgekleidet. Als Wert werden 46 dB(A) genannt, das entspricht etwa den üblichen Wohngeräuschen wie Radio oder Geschirrspüler.
Der eVita erzeugt dann Strom, wenn Heizungswärme angefordert wird. Reicht die Wärmeproduktion des Stirlingmotors nicht aus, wird der zweite Brenner aktiviert. Er erwärmt im Fall eines Kombikessels über den integrierten Wärmetauscher auch das Brauch-wasser. Aufgrund der intelligenten Regelung wird sichergestellt, dass der Stirlingmotor optimal läuft.
Der Bauherr verbraucht den selbst hergestellten Strom im eigenen Haus. Nimmt er weniger ab als erzeugt wird, kann der Überschuss über den Stromzähler in das öffentliche Netz eingespeist werden. Dieses Plus wird zurzeit mit ca. 11 bis 12 Eurocent/kWh (inklusive Förderung) vergütet. Im Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz ist die Förderung für zehn Jahre festgelegt. Der Hauptnutzen besteht allerdings darin, dass man den selbst erzeugten Strom nicht kaufen muss. Hier liegt die Ersparnis bei ca. 30 Eurocent/kWh, wobei die Förderung enthalten ist. Die direkte Nutzung von Kraft und Wärme schlägt sich in einem niedrigeren Verbrauch und damit auch in geringeren Emissionen nieder. Diesen Pluspunkt für die Umwelt hatte Familie Jäger schon bei der ersten Gerätewahl im Auge. Ein weiterer Aspekt liegt in den kompakten Abmessungen. Das Kraftpaket passt mit den Maßen 910 x 490 x 471 mm (Höhe x Breite x Tiefe) in jeden Heizraum. Wird wie im vorliegenden Beispiel ein altes Gasgerät ersetzt, sind keine gravierenden Eingriffe notwendig. Gasanschluss und -zähler, Abgasanlage und die üblichen Anschlussarbeiten gestalten sich bei dem eVita ähnlich einfach wie bei einem herkömmlichen Wärmeerzeuger.
Der eVita arbeitet so leise, dass er in den Wohnräumen überhaupt nicht zu hören ist.
Das Gehäuse des Wärmeerzeugers wurde dazu mit schalldämpfendem Material ausgekleidet. Als Wert werden 46 dB(A) genannt, das entspricht etwa den üblichen Wohngeräuschen wie Radio oder Geschirrspüler.
Fast anderthalb Jahre läuft der eVita bereits – problemlos, wie der Hausherr feststellt. Die Versorgung mit Wärme und Warmwasser war zu jedem Zeitpunkt optimal. „Wir haben über die Laufzeit des Gerätes mehr als 3700 kWh Strom selbst produziert und zu zwei Dritteln selbst verbraucht“, berichtet Peter Jäger. „Mit unserer Strom erzeugenden Heizung sind wir rundum zufrieden.“
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Kommentare:
Andreas Holze, 01-02-12 20:09:
Die hier angegebenen Preise irritieren mich etwas. kann mir jemand sagen, wann dieser Artikel erschienen ist?


