
Kamine / Kachelöfen
Nicht ohne Schornstein heizen
Feuerstätten für flüssige Brennstoffe wie z. B. Bioalkohol sind dekorativ - können aber die Gesundheit gefährden.
Ständig steigende Energiekosten sorgen dafür, dass sich viele Verbraucher sich für ergänzende Heizsysteme interessieren. Insbesondere Hinweise wie „Heizen ohne Schornstein“ oder „Feuer ohne Kamin“ machen neugierig.
Gefahren
Dem potentiellen Kunden wird erklärt, er könne mit Hilfe einer solchen Zusatzfeuerstätte äußerst günstig in den Genuss des Flammenspiels und der erzeugten Wärme kommen. Aber solche Öfen - z. B. mit sogenanntem Bioalkohol betriebene Katalytöfen oder Dekofeuer auf Ethanolbasis - können bei unsachgemäßem Gebrauch gefährlich werden.Auch bei der Verbrennung dieser Energieträger entstehen Kohlendioxid (CO2) und Schadstoffe (CO etc.), die frei in den Raum gelangen. Fehlt Frischluft, stellen die Geräte eine erhebliche Gefahrenquelle dar.
Nur zur Deko
Daher sind derartige Feuerstellen in der Regel nur für große Hallen oder den Außenbereich verwendbar. Bei den Dekofeuern wurde schon vor einigen Jahren festgestellt, dass es sich lediglich um eine Art Einrichtungsgegenstand handelt, der nicht zur Beheizung genutzt werden darf.Über Ethanol
Bei der Verbrennung von Ethanol entsteht in nicht unerheblicher Menge CO2, das nicht wie bei einer zugelassenen Feuerstätte durch eine Abgasleitung nach außen abgeführt wird. Dieses kann je nach Raumgröße zu einer hohen CO2 –Konzentration führen.Tipp
Die Fachabteilung Abgastechnik VSE im BDH - weist darauf hin, dass nur geprüfte Wärmeerzeuger mit einer geeigneten Abgasanlage zur Beheizung von Wohnräumen sinnvoll und sicher sind.Weitere Infos unter www.bdh-koeln.de
Quelle: BDH Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V.
Fotos: VSE im BDH e. V., Köln (1), bilderbox (1)
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