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Klima

2012: Immobilienklima bleibt gut

• Weiterhin hohe Wohnungsnachfrage • Eigentum bleibt erschwinglich • Mieten werden steigen
2012 wird ein gutes Jahr für die deutsche Immobilienwirtschaft werden, prognostiziert der IVD. „Trotz währungspolitischer Turbulenzen sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland nach wie vor als stabil einzuschätzen“, sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD. „Momentan gehen wir davon aus, dass die inländische Wirtschaft auch 2012 wieder wachsen wird.“ Der grundsätzlich positive Trend lasse zudem eine weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien erwarten..

Nachdem die Zinsen für zehnjährige Darlehen im ersten Quartal 2011 leicht auf ein Niveau von über vier Prozent gestiegen waren, gingen sie in der zweiten Jahreshälfte wieder spürbar auf um 3,2 Prozent zurück. „Nach der aktuellen Leitzinssenkung durch die EZB ist für das kommende Jahr kaum mit einem Zinsanstieg über das bisherige Niveau zu rechnen“, sagt Schick. „Daher dürften deutsche Wohnimmobilien auch weiterhin erschwinglich bleiben.“

Aufgrund der hohen Nachfrage werde der Preisauftrieb des vergangenen Jahres anhalten. Im Vergleich zu anderen europäischen Staaten seien deutsche Immobilien jedoch nach wie vor günstig. „In Berlin kostet eine 80-Quadratmeterwohnung knapp halb so viel wie in Brüssel“, sagt Schick. „In Stockholm werden derzeit im Schnitt 496.000 Euro für eine Wohnung gezahlt, in Berlin dagegen 112.000 Euro.“

Auch die Mieten werden 2012 nach Auffassung des IVD vielerorts weiter steigen. Für 2011 beobachtete der IVD einen Anstieg von zwischen 2,1 (Bestand ab 1949) und 2,9 (Altbau bis 1948) Prozent bei der Inflationsrate von durchschnittlich 2,4 Prozent. In den Großstädten wurden sogar Steigerungsraten von 5,8 (Baujahr bis 1948) und 3,8 Prozent (Baujahr nach 1949) festgestellt. „Auch im kommenden Jahr wird es bei den Mieten keine Trendumkehr geben“, prognostiziert Schick. „Vor allem in den größeren Städten werden sich die Mieter auf höhere Preise einstellen müssen.“ Denn das Angebot dort halte mit dem Nachfragewachstum kaum Schritt und aufgrund der geringen Fertigstellungszahlen in den vergangenen Jahren gebe es vielerorts einen beachtlichen Bedarfsrückstau.

„Trotz einer Wende beim Wohnungsneubau werde es noch einige Zeit dauern, bis die Nachfrage gedeckt ist“, sagt Schick. Für das erste Halbjahr 2011 meldete das Statistische Bundesamt 95.000 neu genehmigte Wohnungen. Dies entspricht einem Zuwachs von 28,9 Prozent oder 21.300 Wohnungen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der starke Anstieg der Baugenehmigungen gegenüber dem Vorjahr ist für den IVD ein Zeichen, dass der Wendepunkt beim Wohnungsbau nachhaltig erreicht ist. Bereits 2010 waren 6,8 Prozent mehr Wohnungen genehmigt worden als noch 2009.

Quelle: Immobilienverband IVD
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