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Wintergarten

Was beim grünen Wintergärten zu beachten ist...

Der Wintergarten ist nicht zuletzt so beliebt, weil er Pflanzen eine entsprechende Umgebung bietet. Aber: Pflanzen können zwar den Bewohnern Schatten spenden, doch ab 40 Grad Celsius drohen den meisten von ihnen selbst Schäden durch Verbrennung auf der Blattoberfläche. Die richtige Belüftung und Beschattung spielen deshalb bei der Bepflanzung von Wintergärten wichtige Rollen.
Beschattung und Lüftung
Gerade hier passieren aber die häufigsten Fehler. otmals wird die Belüftung zu gering dimensioniert, man greift zu Sonnenschutzglas und Innenschattierung, so Dipl.-Ing. Maria Köchel, Pflanzen-Expertin und Geschäftsführerin einer spezialisierten Gärtnerei für Wintergarten-Pflanzen. Sonnenschutzglas schließt die Verwendung lichtbedürftiger Pflanzen aus, denn es lässt häufig nur bis zur Hälfte des natürlichen Lichtes durch. Für viele Pflanzen ist das zu wenig. Wird dazu noch eine Innenschattierung eingesetzt, verringert sich der natürliche Lichteinfall nochmals deutlich. Unter solchen Bedingungen verkümmern beispielsweise fast alle australischen und südafrikanischen Gewächse binnen eines Jahres. Ständige Neuentwicklungen im Glasbereich lassen jedoch schon Kompromisse zu. Auch eine gezielte und gut dosierte Lüftung ist im begrünten Zimmer unverzichtbar, um neben hohen Temperaturen vor allem in der kühleren Jahreszeit einer zu hohen Luftfeuchtigkeit vorzubeugen. Hier ist zu beachten: Je mehr gegossen wird, desto größer ist die Verdunstung aus der feuchten Erde und damit die Steigerung der Luftfeuchtigkeit.

Pflanzzeit
Der Spätwinter oder das zeitige Frühjahr sind gute Zeiten, um Wintergärten einzurichten. In dieser Periode sieht man gut, welche Pflanzen ganzjährig attraktiv sind und welche nicht. Der Neutrieb kann sich dann gut im Wintergarten akklimatisieren. In einem frisch bepflanzten Wintergarten brauchen Pflanzen etwa drei bis vier Wochen, um sich einzugewöhnen. Verstärkter Blattfall ist in dieser Zeit normal, häufig kommt es auch zum Wachstumsstopp. Bei der Bepflanzung im Frühjahr oder Spätwinter kann dieser so genannte Pflanzschock ganz einfach reduziert werden. Die Lösung ist oft die Erhöhung der Bodentemperatur, die Temperatur wird so weit erhöht, bis das Optimum erreicht ist. Dies kann durch zimmerwarmes Wasser unterstützt werden. Viele Pflanzen stammen von unterschiedlichen Produzenten und sind somit unter ganz unterschiedlichen Bedingungen aufgewachsen, je größer die Kluft zu den neuen Standortbedingungen ist, desto länger dauert es, bis die Pflanzen wieder wachsen. Natürlich spielt auch die unterschiedliche Luftfeuchte eine große Rolle. Ein Jahr Geduld - also bis zum nächsten Austrieb - sollten Hobbygärtner schon haben.
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