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Das Leben zwischen zwei Buchdeckeln

Großartige, anrührende, traurige, komische, glückliche Momente des Lebens machen die Erinnerung eines Menschen aus. Sie sind wert, aufgeschrieben zu werden – für sich selbst, die Nachfahren, Freunde und interessierte Leserinnen und Leser. Irina Kasprick hat es sich zur Aufgabe gemacht, das erlebte Leben im Auftrag niederzuschreiben.
Irina Kasprick unterstützt beim Schreiben der Biografie.
„Doppelt lebt, wer auch Vergangenes genießt“ – dieses Zitat des römischen Dichters Marcus Martial bildet quasi die Essenz der Arbeit von Irina Kasprick. Sie schreibt das Leben anderer Menschen nieder und begleitet die daraus resultierenden Buchprojekte bis zur Fertigstellung.
Wir haben mit der Biografin über ihre Arbeit gesprochen.

Interesse an Geschichte und Geschichten


Auf die Idee zu diesem doch eher ungewöhnlichen Beruf – man möchte eher von einer Berufung sprechen – kam sie durch ihr persönliches Interesse für die Geschichte des 20. Jahrhunderts und durch das ereignisreiche Leben ihres Vaters. „Mich haben bereits als Kind die Erzählungen meines Vaters gepackt, wenn er von seiner Heimat Bessarabien, Lageraufenthalt in Sachsen, Ansiedlung in Westpreußen, Kriegsteilnahme als Siebzehnjähriger und Gefangenschaft sprach“, erzählt sie.  Als er schließlich diese Erinnerungen aufschrieb, wollte sie mehr daraus machen. Beim Biografiezentrum absolvierte sie eine Ausbildung zur Biografin. „Das Buch meines Vaters über seine ersten 27 Lebensjahre war mein erstes Projekt“, erinnert sich Irina Kasprick.

Erinnerungen für die Nachfahren bewahren


Nicht nur berühmte Persönlichkeiten, Menschen die viel erlebt haben, kommen zu ihr. „Das Spektrum meiner Kunden ist vielfältig: vom erfolgreichen Unternehmer bis zur Hausfrau. Grundsätzlich gilt, dass jedes Leben auf seine ganz eigene Weise spannend ist“, betont sie. „Mich beauftragen Menschen ihre Biografie zu schreiben, weil sie selbst beruflich zu sehr eingespannt sind, ihren eigenen Schreibfähigkeiten misstrauen oder weil ich als Außenstehende über ausreichend Distanz verfüge, den roten Faden aufzuspüren. Auch treten Menschen an mich heran, die bereits zu schreiben angefangen haben, nun aber nicht weiterkommen. Andere wissen nicht, wie sie anfangen sollen, da kann ich ihnen ebenfalls weiterhelfen und vor allem Mut machen.“

Im Vordergrund steht stets der Wunsch, Erinnerungen zu bewahren und die eigene Vergangenheit zu verarbeiten. Eins hat sie bei ihrer Arbeit festgestellt: „Oft wird es nicht geglaubt, aber das Interesse der jüngeren Generation an der Lebensgeschichte ihrer Eltern und Großeltern ist groß. Häufig sind es Kinder und Enkelkinder, die mich ansprechen oder die ihre Eltern und Großeltern motivieren, mit mir in Kontakt zu treten.“

Das Schreiben der Biografie hat gleichzeitig einen tieferen Sinn: „Es hilft, das eigene Leben besser zu verstehen; rückblickend betrachtet wird manches klarer. Viele Menschen fühlen dabei große Dankbarkeit für das Schöne und das Glück, das sie erlebt haben, und für die Unterstützung, die sie in ihrem Leben erhalten haben – vieles wird ihnen dann erst wirklich bewusst“, erfährt Irina Kasprick immer wieder, die oftmals auch sehr berührt von den individuellen Lebensschicksalen ist. Doch gerade dieses „Mit-“Gefühl macht aus einer von ihr verfassten Biografie etwas Einzigartiges.
Übrigens: Auch die Gestaltung des Buches übernimmt die Biografin auf Wunsch gerne. Das Ergebnis: eine einzigartige Biografie, die manchmal viel mehr Menschen interessiert als gedacht. (ju)

Info: scribo-biographien, An der Insel 3a, 29690 Schwarmstedt, Tel. 05071 800483, www.scribo-biographien.de
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