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Baustoffe

Sanieren und Energie sparen

Laut einer Untersuchung steigt der Anteil hocheffizienter Dämmung bei der Altbausanierung stetig. Sie senkt die Energiekosten - und ist erschwinglich.
"Energetische Sanierungen nehmen stetig zu", berichtet Anke Unverzagt. Sie ist Programmleiterin Alt- und Neubau beim Klimaschutzfonds "ProKlima" Hannover. Sie und ihr Team haben untersucht, wie hoch im vergangenen Jahr 2009 der Anteil von hocheffizienten Standards bei Sanierungen im Fördergebiet bei Modernisierungen für den Bestand bis 1977 war.

 

Das Ergebnis

Die Bedeutung energetischer Maßnahmen ist in den vergangenen Jahren zwar deutlich gestiegen. Diese bezögen sich aber meist auf einzelne Teile des Hauses.

 

"In 80 Prozent der Fälle gab es keine gewerkeübergreifende Planung", so Unverzagt. In großem Maße kommen Passivhauskomponenten bei der Dämmung der Außenwand zum Einsatz. Laut Unverzagt wurden in 42 Prozent der Fälle hocheffiziente Ausführungen bevorzugt, die für einen U-Wert von mindestens 0,18 sorgen.

 

So viel kostet hocheffiziente Dämmung

Auf Basis von Förderdatenbanken und Handwerkerrechungen wurde auch untersucht, welche Kosten auf die Hausbesitzer für die einzelnen Sanierungsmaßnahmen zukommen.

 

Außenwand

Demnach betragen die durchschnittlichen Nettokosten pro Quadratmeter Dämmfläche 106 Euro, wenn ein Wärmedämmverbundsystem an die Außenwand angebracht wird. Dies ist laut Unverzagt die dominierende Art der Außenwanddämmung. Meistens werde dabei Polysterol eingesetzt. Günstiger ist die Dämmung der Obergeschossdecke nach Passivhausstandard. Hier liegen die Nettokosten pro Quadratmeter Dämmfläche bei 49 Euro – bei einem U-Wert von mindestens 0,15.

 

Dach

Für die hocheffiziente Dämmung eines Flach- beziehungsweise Schrägdachs muss im Schnitt mit 147 sowie 142 Euro gerechnet werden. Die Wirtschaftlichkeit dieser Maßnahmen ist laut Unverzagt mit der Dämmung der Außenwand vergleichbar.

 

Trotzdem betrug der Anteil von Passivhauskomponenten bei Modernisierungen in diesen Bereichen nur 13 Prozent. Eine Erklärung sieht Unverzagt unter anderem darin, dass vielen Handwerkern noch das notwendige Knowhow fehlt, um eine energetische Sanierung des Dachs durchzuführen.

 

Fenster

Auch der Anteil von Passivhauskomponenten bei der Fenstererneuerung war mit sechs Prozent noch relativ gering. "Hier gibt es noch große Schwankungen bei den Kosten", erklärt Unverzagt.

 

Zwischen 260 und 820 Euro pro Quadratmeter müssten die Bauherren einplanen. Pro Kilowattstunde, die sich mit entsprechend gedämmten Fenstern einsparen lässt, liegen die Kosten zwischen fünf und sechs Cent. Bei Außenwand und Dach sei dieser Wert deutlich kleiner.

 

Weitere Infos unter www.proklima-hannover.de

 

Quelle: www.enbausa.de
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