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Dach

Trendy oder traditionell?

Kaum ein Gebäudeteil hat farblich einen derartig großen Einfluss auf das Erscheinungsbild eines Hauses wie das Dach. Mit seinen Dimensionen ist es längst nicht mehr „nur” ein Schutzwall gegen Wind und Wetter, sondern immer mehr zum Gestaltungsmerkmal geworden. Frische Dachziegelfarben gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung. Sie geben dem Hausbesitzer größeren Freiraum bei der Schaffung eines wirkungsvollen Gesamtensembles.
Geliebte Klassiker

Jedes Jahr bestimmen neue Farben, Formen und Modelle die Angebote der Ziegel- und Dachstein-Produzenten. Doch was ist mit den Produkten, die zurzeit nicht „trendy” sind? Die Industrie sorgt dafür, dass traditionelle Modelle auch noch Jahrzehnte später lieferbar sind. Form-Schablonen werden aufbewahrt - so sind selbst kleine Mengen innerhalb weniger Wochen herzustellen. Denn: Immerhin sind 80 % der deutschen Dachziegel- oder Dachstein-Produktion traditionelle Modelle vom Biberschwanz über Doppelmulden-Falzziegel bis zur Flachdachpfanne, meist nur farblich variiert.


Großflächenziegel setzen sich durch

Manche Modelle, die oft zuerst als „Mode-Gags” bezeichnet werden, setzen sich aber durch: Großflächenziegel waren zum Beispiel lange umstritten. Inzwischen liegen viele Millionen Nibra DS 5 - mit einem Bedarf von knapp sechs Stück pro Quadratmeter derzeit der „Größte der Welt” - auf deutschen Dächern und jeder Dachziegelhersteller produziert mittlerweile Großformate.
In vielen Fällen bleiben die Formen gleich, nur Farben ändern sich. Neben erdigen Tönen (z. B. ziegel- und weinrot, kupfer- oder mandelbraun) gibt es inzwischen viele moderne Farbnuancen. Zurzeit liegen zum Beispiel Metallic- und graue Engoben im Trend, die vor allem die „junge Architektur” ansprechen.
Auch die Oberflächentechnologie hat sich weiter entwickelt: So setzen sich zur Zeit die „Longlife”-Oberflächen der Dachsteine am Markt durch. Eine Mikrobeton-Schicht verhindert, dass sich Schmutz auf der Dachfläche ablagert.


Eigenheim mit orientalischem Flair

Satteldach, Walmdach, Pultdach - vielerorts sind die Dachformen von der Gemeinde vorgeschrieben. Aber ohne diese Vorgaben entstehen mancherorts ausgefallene Dächer. Zum Beispiel auf einem Objekt in Ratingen bei Düsseldorf: Hier kaufte ein Bauunternehmer eine Wohnruine aus den 60er Jahren und ließ sie komplett sanieren. Jetzt sorgt das geschwungene Satteldach mit bogenförmigen Dachgauben und goldfarbenen Ornamenten für orientalisches Flair. Azurblau glasierte Hohlfalz-Ziegel geben dem alten Haus seine besondere Note. Die Dachdecker fertigten einen speziellen Dachstuhl mit breit ausgestellten Traufen - mit dem First einen Meter höher als ursprünglich. Seine Bogenform wird durch zusätzliche Sparren an den Dachrändern ermöglicht. Fünf Gauben auf jeder Dachseite bestimmen die Ansicht des Satteldaches. Auch hier zusätzliche Sparren und darauf die azurblau glasierten Hohlfalzziegeln.


Schiefer - aus den Tiefen der Erde auf die Dächer der Welt

Ökologie, Haltbarkeit, Solidität und Zuverlässigkeit zeichnen Schiefer bis heute aus. Und das wissen auch moderne Gestalter: Sie greifen bei sachlichen Würfel-Kombinationen aus Stahl und Glas genauso gerne auf Schiefer als Fassadenverkleidung zurück wie die Designer verspielter und urgemütlicher Landhaus-Dächer. Gerade Linien und natürliche Farbnuancen des Urgesteins sind in Kombination mit anderen Baustoffen aus der Natur, wie Holz oder Granit, hochaktuell. Rund vier Millionen Quadratmeter des Urgesteins werden pro Jahr inzwischen verlegt - mehr als achtmal so viel wie noch vor 25 Jahren. Doch Schiefer ist nicht gleich Schiefer. Es gibt zahlreiche Prüfmethoden, aber sein letztes Geheimnis hat das Gestein nicht preisgegeben. Allein der Entstehungsprozess und die Besonderheiten der jeweiligen Vorkommen sind eine Wissenschaft für sich. Nur der Fachmann kann aus der verwirrenden Vielfalt einzelner Prüfdaten Rückschlüsse ziehen. Deshalb bleibt der Schieferkauf Vertrauenssache.


Solarstromsystem: Passend für jedes Dach

Die Sonne liefert uns mehr als das 5.000-fache des Energieumsatzes der gesamten Weltbevölkerung. Was liegt näher, als diese kostenlosen Energiepotenziale zur Erzeugung elektrischer Energie zu nutzen. Die Lafarge Dachsysteme hat die Serie ihrer Braas Photovoltaik-Produkte um das neue Solarstrom-System PV Quick erweitert. Bedeutendstes Kennzeichen des neuen Systems: Es lässt sich perfekt in jedes Dach integrieren, unabhängig von der jeweiligen Dachdeckung. Damit passt es zu allen Braas Dachsteinen und Tondachziegeln und übernimmt gleichzeitig die Funktion der Dachdeckung.

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