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Fassade / Außenbereich

Frühjahrs-Check für's Haus

Unsere Experten beantworten Fragen rund um die Instandsetzung, Modernisierung und Pflege der Immobilie. Hier die FAQs.

Wir besitzen ein Einfamilienhaus. Wie viel Geld müssen wir für Wartung und Instandhaltung berechnen?   

Die Höhe einer solchen Rücklage ist abhängig vom Gebäude und dem Zustand. Für neue Häuser sollten ab der Fertigstellung jährlich circa 0,8 Prozent des Kaufpreises für Instandhaltungsmaßnahmen zurückgelegt werden. Sie können für die Finanzierung aber auch ein Bauspardarlehen nutzen.  

Ist es nicht alleine meine Angelegenheit, ob ich mein Eigenheim regelmäßig warte?  

Grundsätzlich ja. Aber im Falle von Gebäudemängeln, die nicht zeitig behoben werden und Folgeschäden verursachen, droht nicht nur Ärger mit Ihrer Versicherung. Kommen Dritte zu Schaden, werden zudem Haftungsfragen berührt.  

Auf welche Stellen sollte ich bei einem „Haus-Check“ besonders geachtet werden?  

Dach, Fassade und Fenster sind besonders anfällig und daher unbedingt zu prüfen. Achten Sie zudem auf die Außentüren, Außensteckdosen, Dachrinnen, Wasserhähne am Haus und Verankerungen von Fensterläden, Markisen oder Lampen. Auch Antennen oder Solaranlagen sollten einem Check unterzogen werden. Nicht zuletzt ist ein Blick in den Keller wichtig, um ggfs. Feuchtigkeitsschäden zu entdecken.  

An unserer Fassade sind feine Risse. Sind die gefährlich und wie können wir diese beseitigen?

Sogeannte Schwindrisse bis 0,3 mm sind in der Regel unproblematisch. Nutzen Sie einen rissüberbrückenden Anstrich, der die Stelle verschönert und abdichtet. Bei Putzrissen wird es schwieriger. Diese gehören zu den häufigsten Fassadenschäden. Die so entstehende Wandfeuchte halbiert zudem die Dämm-Wirkung. Hier ist dann Expertenrat gefragt.

Wir wollen nach dem Winter einige Instandhaltungsarbeiten an Dach und Fassade unseres Einfamilienhauses vornehmen. Wie können wir das finanzieren?  

Mittels Bausparvertrag z. B. lassen sich Rücklagen für fällige Modernisierungs-aufwendungen bilden. Zusätzlich können Sie auf Fördermittel der KfW zurückgreifen und einen Kredit oder einen Zuschuss beantragen, wenn Sie die Arbeiten mit Maßnahmen zur energetischen Optimierung kombinieren. Ihre Hausbank oder Bausparkasse berät Sie gern.  

Worauf sollte ich bei unserem Dach besonders achten? Nach einem Sturmschaden habe ich Sorge, dass es vielleicht größere, unsichtbare Schwachstellen gibt.  

Folgende Stellen sollten Sie überprüfen:
  • Ist der Dachbelag beschädigt?
  • Fehlen Schindeln oder Pfannen?
  • Sitzen sie locker oder sind sie nicht richtig in Position?
  • Gibt es gar Löcher oder abgesprungene Stellen?
Wenn Sie einen Schaden feststellen, ist es ratsam, diesen schnell zu beheben. Ein Hinweis auf mögliche Schäden können z. B. Feuchtigkeitsflecken oder Schimmelstellen im Dachgeschoss sein. Ziehen Sie im Zweifelsfall einen Dachdecker zu Rate.

Unser Heizungsmonteur hat uns einen Heizungs-Check vorgeschlagen. Ist das sinnvoll? Die Heizung läuft doch ausgezeichnet.  

Jetzt ist der beste Zeitpunkt für Wartung und Reparaturen, denn die Heizperiode geht zu Ende und Sie müssen im Zweifel nicht mehr im Kalten sitzen. Zudem umgehen Sie den sicher engen Terminkalender Ihrer Installateurs zur nächsten Heizsaison.  

Wie können Frostschäden an Wasserleitungen vermieden werden?

Bei allen Anlagen ist eine Wärmedämmung die erste Wahl. Zusätzlich könnte eine elektrische Begleitheizung genutzt werden. Chemische Zusätze wie Frostschutzmittel halten Heizungs- und Solaranlagen zudem eisfrei. Ist eine Leitung zugefroren, sollte man auf keinen Fall selbst versuchen, sie durch Erwärmen, z. B. mit einem Brenner, wieder aufzutauen.

Wann ist die Schneelast auf meinem Dach zu hoch?  

Gewissheit über die tatsächliche Belastung schafft die Messung durch einen Fachmann. Im Anschluss wird die tatsächliche Belastung durch Schnee und Eis mit den Statik-Angaben des Gebäudes verglichen.  

Unser Holzzaun ist in diesem Jahr besonders von Wetter und Frost angegriffen. Wie können wir ihn im Frühjahr wieder auf „Vordermann“ bringen?  

Durchgefaultes und weiches Holz müssen Sie austauschen. Wenn das Holz noch fest ist und nur kleinere Risse zu sehen sind, können Sie diese mit Holzspachtelmasse füllen. Nach einer Wartezeit von etwa einem halben Tag können überstehende Stellen abgeschliffen werden. Darüber kann eine schützende Holzfarbe lackiert werden.  

Wir planen, die Fassade unseres Einfamilienhauses zu erneuern. Können wir unseren Bausparvertrag für diese energetische Modernisierungsmaßnahme verwenden?  

Ja. Sie können das Darlehen, das Sie aus Ihrem Bausparvertrag beanspruchen, für praktisch alles was mit Bauen, Kaufen und Modernisieren oder Renovieren zu tun hat, verwenden. Sprechen Sie mit Ihrer Hausbank oder Bausparkasse und prüfen Sie zudem auch, welche Förderprogramme z. B. von der KfW in Frage kommen.  

Wir möchten nur die oberste Geschossdecke dämmen. Gibt es auch kleine Darlehen?  

Eine Bausparkasse erhebt – im Unterschied zu Banken – keine Aufschläge für Kleinkredite. Ab 5.000 Euro geben die Bausparkassen Darlehen zu niedrigen Zinsen. Lassen Sie sich von dem Berater Ihrer Bausparkasse beraten.  

Worauf sollte ich nach dem Winter bei den Fenstern achten?

Fensterputzen ist eine gute Gelegenheit für eine erste Inspektion. Prüfen Sie, ob die Scharniere noch gut gehen und ob die Fenster fest schließen. Gummilippen sollten beim Putzen auf Verschleiß überprüft und mit Talkum eingerieben werden, damit sie nicht spröde werden. Haben Sie Holzfenster, sollten Sie im Frühjahr den Anstrich kontrollieren und bei Bedarf erneuern. So können Schäden durch Verfaulen oder Verziehen vorgebeugt werden.   

Wir haben noch Gewährleistungsfrist auf unser im Herbst bezogenes Haus. Sollen wir dennoch einen „Frühjahrs-Check“ vornehmen?  

Verbinden Sie den anstehenden Frühjahrs-Check z. B. mit einer umfassenden Schlussbegehung. Eine ausgiebige Kontrolle lohnt sich vor allem gegen Ende der Garantiephase. Bei der Schlussbegehung unterstützt Sie ein unabhängiger Sachverständiger.

Wir haben Risse in unserer Fassade. Welche Instandsetzungsmöglichkeiten gibt es?

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie zum Beispiel rissüberbrückende Farbe für kleinere Risse, mineralische Oberputze für flächige Sanierungen bzw. elastischer Mörtel oder auch optisch und technisch geschickt platzierte Dehnungsfugen für die Sanierung von Einzelrissen. Vor der Sanierung sollte von einem Fachmann die genaue Rissursache ermittelt werden, um ein dauerhaftes und fachgerechtes Ergebnis zu erreichen.  

Lohnt es sich, eine anstehende Frühjahrs-Reparatur unserer Fassade gleich mit einer energetischen Sanierung zu kombinieren?  

Durchaus, denn das Frühjahr und der Frühsommer sind ideale Zeitpunkte für Reparatur- und Modernisierungsmaßnahmen. Machen zum Beispiel Risse in der Fassade einen neuen Putz nötig oder sollen die Fenster ausgetauscht werden, lohnt es sich, gleichzeitig über eine Dämmung der Fassade nachzudenken. Viele Kosten, zum Beispiel für Gerüst und Baustellenabsicherung, fallen auf diese Weise nur einmal an.
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