
Intelligenter Sonnenschutz
Mehr Licht, mehr Sicht - großflächig verglaste Hausfassaden sind beliebt. Sie bringen viel Tageslicht in die Innenräume. Aber gerade im Sommer ist der starke Lichteintrag ein Nachteil. Denn dann dringt auch die Wärme ungehindert nach innen und heizt die Räume auf.
Mehr Komfort durch Automatisierung
Abhilfe verschafft ein automatisches Sonnenschutzsystem. Weil die Nutzer nicht immer zu Hause sind, um den Sonnenschutz zu steuern, ist der Einsatz einer Motorisierung inklusive Sensoren sinnvoll.
Im Sommer bietet sich etwa ein Funk-Sonnensensor an. Er wird an der Hausfassade angebracht und schließt Rollläden und Markisen rechtzeitig, bevor der programmierte Einstrahlungswert erreicht ist. So bleiben die Räume auch in der Mittagshitze angenehm kühl.
Nächtliche Lüftung bringt Abkühlung
Der Sonnenschutz am Tag sollte mit einer nächtlichen Lüftung gekoppelt sein. Dafür sorgen beispielsweise gekippte Fenster und geöffnete Rollläden.
Die lassen sich per Zeitschaltuhr mühelos in eine Lüftungsposition bringen. So werden die Innenräume abgekühlt und morgens dauert es länger, bis die Temperatur wieder ansteigt.
Das angenehme Raumklima entsteht also ganz ohne Klimaanlage. Die Hausbewohner sparen Stromkosten und die Innentemperatur kann um bis zu neun Grad sinken. Ermittelt hat diesen Wert die belgische Physibel-Studie der European Solar Shading Organization (ES-SO).
Tipp
Im Sommer ist vormittags und nachmittags vor allem die Verschattung der Ost- und Westfassaden notwendig. Denn zu dieser Jahreszeit steht die Sonne zur Mittagszeit im Süden zu hoch, um direkt in die Innenräume zu scheinen.
Weitere Informationen unter www.energie-fachberater.de.

