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Fassade / Außenbereich

Kleider machen Leute, Fassaden machen Häuser

Für eine gründliche Reinigung mit neuem Anstrich brauchen Sie keine behördliche Genehmigung. Wenn Sie jedoch eine Fassade verändern, zum Beispiel zusätzliche Fenster einbauen, muss die Bauprüfdienststelle des zuständigen Bezirks oder Ordnungsamtes die Modernisierungspläne überprüfen und bewilligen. Das ist wichtig, weil der örtliche Bebauungsplan ganz bestimmte Fassaden vorschreibt oder eine Modernisierung eventuell die Statik des Gebäudes beeinträchtigt. Außenwände sollten Sie immer von einem Fachmann begutachten lassen, denn eine oberflächliche Reparatur kann Schäden auf Dauer nicht beheben. Schäden entstehen zuerst an Anschlüssen der Fassade zu anderen Bauteilen wie beispielsweise Fundament, Sockel, Dach, Balkon und Garage.
Putz ist nicht gleich Putz

Auch ein Putz ohne sichtbare Risse kann schadhaft sein, z. B. wenn er stellenweise nicht an der Mauer haftet und hohle Stellen entstehen. Generell besteht der Putz an einer Hauswand aus drei Lagen. Direkt auf die Mauer wird zum Ausgleich des unterschiedlichen Saugverhaltens der Wand der so genannte Spritzbewurf, d. h. grober Putz, aufgetragen. Er sorgt dafür, dass die zweite Schicht - der Unterputz - besser hält. Die letzte und sichtbare Lage ist der Oberputz. Die Gesamtputzdicke beträgt mindestens zwei Zentimeter.

Eine Putzfassade kann in nahezu beliebig vielen Farbtönen gestaltet werden. Der Klassiker heißt gleichwohl Weiß, weil es schlicht und zurückhaltend wirkt und sich in die Umgebung integriert. Ein pastelliges Rosé und Gelb oder ein helles Grau sind ebenfalls angenehme und trendige Fassadenfarben. Mehr und mehr werden auch kräftigere Kolorierungen gewünscht, die dem Bauwerk Identität verleihen. Die Strukturierung des Putzes bietet weitere Möglichkeiten, ein ausdrucksvolles Design zu verwirklichen. Vom plastischen Streichputz über den dekorativen Kellenputz bis zum feingliedrigen, mit Pinseln oder Strukturwalzen aufgetragenen Rollputz.


Klinkerfassade - solide und widerstandsfähig

Zweiter Fassadenklassiker sind Vormauerziegel Ursprünglich die traditionelle Bauweise im Norden, kommt diese Fassade mittlerweile überall in Mode. Rote Klinker schaffen ein Gefühl der Wärme und rufen angenehme Assoziationen an Sonnenschein oder Feuer hervor. Auch andere „starke” Töne, wie Braun, Orange und Gelb wirken stimulierend und schaffen ein Gefühl der Vertrautheit. Edel und beruhigend wirken hingegen rot-blaue oder tief-blaue Klinker-Fassaden. Violette Verblender schaffen ein exklusives Ambiente. Graue oder weiße Klinker-Fassaden wirken sehr modern und freundlich.
Klinker sind unempfindlich gegenüber Wind und Wetter. Die Farben sind ein Leben lang lichtbeständig, auf der Oberfläche kann sich kein Schmutz ablagern.


Die rustikale Holzfassade

Für Holz als Baustoff spricht viel, weil es eine besonders ökologische Bauweise ermöglicht und bei guter Pflege außerordentlich haltbar ist. Auf diese Pflege freilich kommt es bei einer Holzverkleidung am Haus besonders an. Es sollte also regelmäßig mit einer offenporigen Lasur gestrichen werden, Risse im Holz sollten umgehend verspachtelt werden.
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