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Keller

Gefährlich: Feuchte Wände und Schimmelbefall

Schimmelpilzstellen in Wohnungen sind eine nicht zu unterschätzende Gesundheitsgefahr. Zur wirksamen Verhinderung von Schimmelpilzbildung gibt die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. nachfolgend einige wertvolle Tipps.
Unter Schimmel versteht der Fachmann eine Vielzahl von Pilzarten, die auf organischen Materialien wachsen. Dementsprechend sind diese Pilze fast überall in der Umwelt anzutreffen.
Sie vermehren und verbreiten sich über Sporen, die unter anderem durch die Luft transportiert werden und so auch in Innenräume gelangen. Finden sie dort günstige Bedingungen vor - dazu zählt vor allem eine hohe Luftfeuchtigkeit -, siedeln sie sich rasch an.
Die Folgen sind neben unschönen Flecken und/ oder modrigem Geruch häufig auch gesundheitliche Beeinträchtigungen wie allergisches Asthma, Haut- und Schleimhautreizungen. Zudem können Schimmelpilze grippeähnliche Symptome auslösen.
Zur sicheren Vermeidung von Schimmelpilzbildung raten die Fachleute, die relative Luftfeuchte in Innenräumen nicht über 60 bis 65 Prozent steigen zu lassen. Die Einhaltung dieser Werte lässt sich mit einem Hygrometer einfach überprüfen. Bei höheren Werten schafft eine Querlüftung durch Öffnen möglichst gegenüberliegender Fenster schnelle Abhilfe, denn dabei wird innerhalb kürzester Zeit die Raumluft komplett ausgetauscht und so die Feuchtigkeit abtransportiert.

In den Wintermonaten reicht dafür oft schon pro Stunde eine einzige Minute! Demgegenüber ist Kipplüftung sehr ineffektiv: Da damit ein kompletter Luftaustausch im Winter bis zu 18 Minuten dauern kann, geht entsprechend viel wertvolle Wärme und Heizenergie verloren.
Darüber hinaus spielt auch die Raumtemperatur eine wichtige Rolle: Trifft nämlich feuchte und warme Luft auf eine kalte Oberfläche, kondensiert dort fast schlagartig Feuchtigkeit aus. Diesen Effekt kennt im Übrigen jeder Brillenträger, der im Winter aus der Kälte kommend einen warmen Raum betritt und dessen Gläser dabei beschlagen. Deshalb sollten im Winter auch nicht oder nur selten benutzte Räume soweit geheizt werden, dass die Luftfeuchte dort nicht auskondensieren kann.


Feuchte Mauern, nasse Keller

Eine häufige Ursache für feuchtes Mauerwerk - kapillar aufsteigende Bodenfeuchtigkeit - ist zurückzuführen auf einen natürlichen Prozess: Isolierungen und Abdichtungen im Fundament sind entweder gar nicht vorhanden, oder sie altern und werden früher oder später undicht, so dass Feuchtigkeit aus dem Erdreich ins Mauerwerk eindringen kann. Die trockenen Mauern saugen die Feuchtigkeit auf wie ein Löschblatt.


Eine Trockenlegung kann mit verschiedenen Verfahren erzielt werden:

1. Die Ausgrabung:

Das Erdreich um das Haus herum wird abgetragen, die Grundmauern werden verschalt oder gründlich isoliert. Mit der Horizontalsperre - einem mechanischen Schneid- und Sägeverfahren - kann eine sichere Trennung im Mauerwerksquerschnitt hergestellt werden, um dadurch den kapillaren Feuchtigkeitstransport zu dem Baustoff oberhalb der Sperrschicht zu stoppen.
Hierzu werden Chromstahlplatten ins Mauerwerk eingetrieben. Dieses Verfahren bietet sich vor allem bei frei stehenden Häusern an, ist aber mit aufwändigen Bauarbeiten verbunden.
In dicht besiedelten Wohngegenden, bei Reihenhäusern oder Häusern mit Wintergarten usw. lässt es sich nicht umsetzen. Geeignete Ansprechpartner hierfür sind anerkannte, lokal ansässige Handwerkerbetriebe bzw. Baufirmen.


2. Die Injektage:

Hierzu gehören alle Maßnahmen, bei denen durch verschiedene Verfahren Injektionsmittel in die Wand eingebracht werden, bis eine ausreichende Sättigung des Mauerwerks erreicht ist. Im Abstand von wenigen Zentimetern werden Löcher in die Mauer gebohrt und mit einer isolierenden, Schimmel abtötenden Substanz aufgefüllt, die sich in den Kapillaren verteilt und dadurch eine chemische Horizontalsperre bildet.


3. Die Elektroosmose:

Hier werden die Naturgesetze genutzt, um die Bewegungsrichtung des Wassers umzukehren, so dass die Feuchtigkeit im Erdreich bleibt und nicht wieder ins Mauerwerk aufsteigt. Ohne viel Aufwand und ohne Bauarbeiten wird ein kleiner Kasten im Keller montiert, der die Entfeuchtung des Mauerwerks erreicht, indem er elektromagnetische Langwellen ausstrahlt.
Das sind Rundfunkwellen, die gesundheitlich völlig unbedenklich sind. Auf diese Weise wird auch dem Schimmel seine Wachstumsgrundlage, die Feuchtigkeit, entzogen.


Nicht nur für die eigene Gesundheit lohnt es sich ...

... die Trockenlegung feuchten Mauerwerks in Angriff zu nehmen. Schützenswerte Bausubstanz wird dadurch erhalten, Heizkosten werden reduziert und der Mensch fühlt sich im trockenen Haus so richtig wohl!

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Kommentare:
Ben, 11-07-09 10:35:
Bei uns ist die Feuchtigkeit (Rohrbruch) in die Wände und den Boden gezogen (Beton). Wir haben alle Teppiche rausgeholt etc. Außerdem können wir die Feuchtigkeit mit einem Messgerät erfassen, aber nicht zuorden. Kann mir jemand sagen, wie die Richtwerte sind?? Wo ich eine Tabelle finden kann, welcher Wert beispielsweise gesundheits schädigend ist....
Vielen Dank für Eure Hilfe
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