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Umbau / Ausbau

KfW gibt wieder Zuschüsse

Beim energetischen Sanieren auch an morgen denken.
Rund 13 Millionen Menschen in Deutschland sind älter als 65 Jahre. Für viele von ihnen ermöglichen barrierefreie Wohnungen, länger in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Das Beseitigen von Stolperfallen in der eigenen Wohnung wird jetzt wieder mit Geld vom Staat gefördert: Die KfW gibt seit 4. Januar 2017 Zuschüsse bis 6.250 Euro zur Umrüstung. Auch Maßnahmen gegen Wohnungseinbrüche werden finanziell unterstützt. Darauf weist das Informationsprogramm Zukunft Altbau hin. Hauseigentümer sollten sich im Zuge einer energetischen Sanierung daher überlegen, ob sie gleichzeitig auch barrierereduzierende Maßnahmen umsetzen.

Baumaßnahmen für mehr Barrierefreiheit und Sicherheit in den eigenen vier Wänden sind jetzt wieder deutlich attraktiver geworden: Im vergangenen Jahr waren die Fördergelder aufgrund der hohen Nachfrage bereits im Juli aufgebraucht, so dass die KfW in der zweiten Jahreshälfte keine Anträge mehr genehmigte. Dieses Jahr stellt der Bund 125 Millionen Euro zur Verfügung, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.

„Die jetzt wieder aufgenommene Förderung barrierereduzierender Maßnahmen sieht Zuschüsse in Höhe von 10 Prozent der förderfähigen Kosten vor“, sagt Petra Hegen von Zukunft Altbau. „Für den höherwertigen Förderstandard ‚Altersgerechtes Haus‘ gibt es sogar 12,5 Prozent.“ Die Zuschusshöhe beträgt 200 bis 6.250 Euro. Die Mindestinvestitionskosten liegen bei 2.000 Euro. Alternativ kann auch die Kreditvariante, für die es in der zweiten Jahreshälfte 2016 keine Unterbrechung gab, in Anspruch genommen werden: Bis zu 50.000 Euro anrechenbare Kosten pro Wohneinheit sind möglich.

KfW gibt wieder Zuschüsse

Wer seine Wohnung oder sein Haus vor Einbrechern schützen möchte, erhält Zuschüsse in Höhe von 200 bis 1.500 Euro oder einen Kredit. Gefördert werden unter anderem der Einbau von Alarmanlagen, Gegensprechanlagen, Gitterstäben, die Nachrüstung von einbruchhemmenden Türen sowie Beleuchtungssysteme. Die Maßnahmen können mit barrierereduzierenden Schritten kombiniert werden – es gilt aber die Zuschusshöchstgrenze von 6.250 Euro.

Der Bedarf nach barrierefreien Wohnungen ist hoch und wird in Zukunft angesichts des demografischen Wandels weiter steigen. Im Jahr 2030 wird die Zahl der über 65-Jährigen auf 20 Millionen anwachsen – über 50 Prozent mehr als heute. Doch nicht nur ältere Menschen, Personen mit eingeschränkter Mobilität und Kinder profitieren von Rampen statt Stufen sowie breiteren Türdurchgängen. Auch für die agile Generation 50plus lohnt sich eine entsprechend umgebaute Wohnung, da sie neben der verbesserten Zukunftsfähigkeit der Wohnung den Komfort erhöht und die Unfallgefahr senkt.

Energetische Sanierung und Maßnahmen zur Barrierefreiheit koppeln

„Barrierefreie Wohnungen passen zu allen Lebenslagen“, bestätigt auch Carmen Mundorff von der Architektenkammer Baden-Württemberg. „Der Aufwand, eine Wohnung entsprechend umzubauen, ist im Normalfall überschaubar. Es reichen wenige intelligent geplante Maßnahmen aus.“ Dazu gehörten vor allem das Entfernen von Schwellen und die Änderung des Türaufschlags nach außen bei Bädern.

Wer demnächst energetisch sanieren möchte, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen, auch das Haus oder die Wohnung barrierefreier zu gestalten. „Beide Themenbereiche in einem Zuge anzugehen, senkt die Kosten der Gesamtmaßnahme, da Planer und Handwerker nicht zweimal beauftragt werden müssen. Die oft störenden Umbauarbeiten erfolgen zudem nur einmal“, sagt Petra Hegen von Zukunft Altbau. Gute Ansprechpartner für die Planung der energieeffizienten Modernisierung sind energetisch spezialisierte Architekten, Ingenieure und Gebäudeenergieberater. Auf die Barrierefreiheit haben sich viele Architekten und Innenarchitekten spezialisiert.

Info: Neutrale Informationen gibt es kostenfrei über das Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder unter www.zukunftaltbau.de

Aktuelles zur energetischen Sanierung von Wohnhäusern auch auf www.facebook.com/ZukunftAltbau
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