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Wintergarten

Aus Wintergärten werden Räume aus Glas

Der Anteil von Glasanbauten als Erweiterung des Wohnraums steigt kontinuierlich. Einer der Gründe für diese Entwicklung ist generationsbedingt. Viele der heutigen Hausbesitzer sind Erben der Eigentümer, die ihren Grund und Boden in den Nachkriegsjahren erworben haben. Die entsprechend alte Bausubstanz verlangt nach einer zeitgemäßen Auffrischung - häufig ist das der Ausgangspunkt für glasarchitektonische Maßnahmen.
Der veränderte Anspruch, den Wintergarten ganzjährig nutzen zu können, hat sowohl die Entwicklung der Architektur als auch die der Zubehörkomponenten in den letzten Jahren vorangetrieben. Die Zeiten, in denen sich der Wintergarten auf eine überdachte Terrasse beschränkte, deren Benutzung vorwiegend im Frühjahr oder Sommer möglich war, gehört der Vergangenheit an.
Mit dem Anbau von Wintergärten an den vorhandenen Baubestand können weitere, besonders helle Wohnräume geschaffen werden. Aber auch mit einer vergrößerten Fensterfront oder dem Anbau eines kleinen Glaserkers wird schon viel Licht gewonnen. Die Kombination von sehr hellen und weniger hellen Räumen entspricht dem Lebensrhythmus in unseren Breiten und steigert das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden. Stilistisch sollte der Architekt dabei besonders viel Wert auf die harmonische Einbindung des Gebäudes legen. So verschafft die Glasarchitektur alten wie auch neuen Immobilien einen individuellen Charakter.

Bei Neubauten lassen sich die Wünsche des Bauherrn von vornherein berücksichtigen und eröffnen beispielsweise die Möglichkeit den intimen und zurückgezogenen Hausbereich mit Schlafzimmer, Bad und Büro von dem lebendigen, geselligen Bereich mit Wohnzimmer, Küche und Esszimmer abzutrennen. Gewünschte Anschlüsse gläserner Wohnraumerweiterungen lassen sich bei Neubauten von Anfang an in die Planung einbeziehen und zu einem späteren Zeitpunkt realisieren. Auch die Installation einzelner Produktkomponenten wie beispielsweise das Beschattungssystem kann nachträglich erfolgen. Infolge der technischen und optischen Entwicklungen ist der sperrige Wintergarten vergangener Tage einem zukunftsorientierten Gesamtkonzept gewichen, dessen Komponenten sich zu einer harmonischen, funktionellen Einheit zusammensetzen. Für die Verglasung bietet die Industrie heute verschiedene Gläser, wie Wärmeschutz-, Schallschutz- sowie Sicherheits- und Leichtpflegeglas an. Unter Berücksichtigung der Lage des Hauses ergeben die hoch entwickelten Belüftungs-, Beschattungs- und Heizsysteme in Kombination mit moderner Verglasung eine schall- und wärmeisolierende Wohnraumerweiterung. Alle Glasarten haben ein nahezu identisches Isolationsniveau mit guten statischen Werten. Durch die Verwendung der neuen Glasarten kann die gesamte Wärmebilanz eines Hauses verbessert werden.

Neben dem Aspekt der Wohnraumerweiterung und dem Spiel mit Licht schaffen Wintergärten auch eine gläserne Verbindung ins Grüne und leisten so einen Beitrag zur Wohnatmosphäre. An regnerischen Tagen im Frühjahr und Herbst kann man sie die frische Luft unter einem gläsernen Dach genießen, im Sommer dient der erweiterte Wohnraum als kühle und an kalten Winterabenden als warme Sitzgelegenheit mit Blick auf die Natur. Um diesen zu später Stunde noch zu ermöglichen, empfiehlt sich die Installation einer Gartenbeleuchtung. Ein gut installiertes Beleuchtungssystem sollte die Lichtspiegelungen der Innenbeleuchtung im Glas vermindern und so den Blick in den Garten auch bei Dämmerung zulassen.

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