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Wintergarten

Mögliche Bauformen des Wintergartens - vielfältig und einfallsreich -

Soll der Wintergarten zusammen mit einem Neubau geplant und gebaut werden, wird der Architekt den Wintergarten in das gesamte Konzept einbeziehen und alle Formalitäten erledigen. Aber auch hier ist es sinnvoll, einen Wintergarten-Experten frühzeitig mit in die Planung einzubeziehen.
Wird der Wintergarten an ein bereits bestehendes Haus angebaut, wird oftmals auf den Architekten verzichtet. Wintergarten-Fachbetriebe bieten komplette Leistungen in diesem Bereich an, man sollte in jedem Fall auf eine professionelle Planung und Bauleitung für das Vorhaben setzen. Informationen im Vorfeld, die Besichtigung von Ausstellungen und Referenzobjekten sind sehr hilfreich.


Welche Bauform darf es sein?

Diese Frage stellt sich schnell, wenn man den Anbau eines Wintergartens plant. Einerseits soll er sich möglichst gut und harmonisch an die bestehende Bausubstanz anpassen, andererseits soll er aber auch gut aussehen und ein Plus an Wohn- und Wohlgefühl bringen. Die meisten Glasanbauten haben die Form einer Schachtel mit einem schräg geneigten Deckel. Das ist die finanziell günstigste Bauform, weil nur eine Rahmenkonstruktion zu errichten ist, deren Maße für Wände und Dach auf den vorhandenen Platz abzustimmen ist, und in die große, rationell herzustellende Isolierglasscheiben eingebaut werden. Natürlich gibt es auch andere Varianten, die mit kleinteiligerem Raster angelegt sind und damit mehr Variationsmöglichkeiten bieten. So können kleine Erker entstehen, Rundungen gebaut und Satteldächer aufgesetzt werden. Diese Wintergärten sind dann allerdings kostspieliger.


Die Ausrichtung des Wintergartens
Der Himmelrichtung, in die der Glasanbau ausgerichtet wird, kommt eine wichtige Funktion zu, denn sie bestimmt nicht zuletzt das Klima und die Atmosphäre im Wintergarten:

Nordrichtung: Ein nach Norden angelegter Wintergarten ist ein kühler, erholsamer Platz. Für eine ganzjährige Nutzung muss er in der kalten Jahreszeit beheizt werden.

Ostrichtung: Ein nach Osten ausgerichteter Wintergarten wird von der Morgensonne und dem ersten Teil der Mittagssonne erwärmt, ist dann aber durch Schatten vor allzu großer Hitze bewahrt. Deshalb eignet sich ein solcher Glasanbau hervorragend als Frühstücksraum.

Südrichtung: Ein südorientierter Wintergarten hat das ganze Jahr über Sonneneinstrahlung und muss deshalb im Sommer durch Beschattung und Be- und Entlüftung klimatisiert werden.

Westrichtung: Die Wintergärten, die in diese Richtung weisen, werden von der späten Mittags- und Abendsonne beschienen und speichern Wärme für die Nacht.


Das Fundament des Glasanbaus

In vielen Fällen soll der neue Wintergarten „einfach“ auf den bestehenden Terrassenboden gestellt werden. Damit entsteht weder die nötige Wärmedämmung noch die entsprechende Tragfähigkeit. Deshalb muss meistens ein neues Fundament her, das so ausgeführt wird, dass es die Lasten des Wintergartens - Wind-, Schnee und Verkehrslasten - aufnehmen kann. Außerdem muss das Fundament frostfrei gegründet sein. Wärmedämmung in den Randbereichen und am Bodenanschluss, eine Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit und die Berücksichtigung der einzubringenden Versorgungsleitungen bzw. einer Fußbodenheizung sowie viele weitere wichtige Details, die über eine komfortable Nutzung des Wintergartens entscheiden, machen den Experten unverzichtbar.


ju

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