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Wintergarten

Welches Material für den Wintergarten?

Langsam geht der Winter und der Frühling kommt: Kann man sich in dieser Übergangszeit etwas Schöneres vorstellen, als die ersten Sonnenstrahlen im eigenen Wintergarten zu genießen? Wohl kaum. Allein im vergangenen Jahr wurden nach einer Hochrechnung des Wintergarten Fachverbands e. V. ca. 58.000 neue Wintergärten gebaut.
Das Spektrum der Gestaltungs-, Konstruktions- und Ausstattungsmöglichkeiten ist riesig - vom simplen Fertigbausystem bis zum maßgeschneiderten Bau durch einen ausgewiesenen Fachbetrieb. Ein individuell geplanter, etwa 20 qm großer Wintergarten mit flachem Dach, ca. 2,30 m bis 3,20 m hoch und von wertbeständiger Konstruktion, z. B. Holz innen und Aluminium außen, kostet inklusive Beschattungs- und Belüftungstechnik etwa 30.000 bis 35.000 Euro. Um verschiedene Angebote miteinander vergleichen zu können, empfiehlt der Experte eine möglichst detaillierte Kostenaufstellung. Die Ausgaben für Sonnen- und Wärmeschutz oder die Belüftung dürfen nicht unberücksichtigt bleiben. Denn sie können bis zu 30 oder 40 Prozent der Gesamtkosten ausmachen.


Ein weiteres wichtiges Kriterium sind die Baumaterialien. Grundsätzlich wird zwischen Stahl, Kunststoff, Aluminium, Holz und der Kombination von Aluminium und Holz unterschieden.

Stahl wurde früher häufig eingesetzt, als Wärmeschutz noch kein Thema war. Heute verzichtet man im Allgemeinen auf diesen Baustoff im Wintergartenbau und setzt ihn beispielsweise bei Gewächshäusern ein.

Kunststoff ist günstig und pflegeleicht, weil feuchte- und witterungsbeständig. Da dieses Material sich aber bei großen Temperaturunterschieden ausdehnt und auch nicht besonders fest ist, wird es mit Stahl verstärkt.

Aluminium ermöglicht schlanke Profile in jeder Farbe, die äußerst pflegeleicht sind. Aluminium hat ähnliche Eigenschaften hinsichtlich der Tragfestigkeit wie Stahl, ist jedoch leichter und einfacher zu verarbeiten.

Holz garantiert optimale Wärmedämmung und Schallschutzeigenschaften. Meistens werden Brettschichthölzer aus Fichte, Kiefer und Lärche, seit einiger Zeit auch Meranti, verarbeitet. Sie haben den Vorteil, tragfähiger als Massivholz zu sein.

Holz-Aluminium miteinander kombiniert bietet einerseits außen den Vorteil wetterfest und pflegeleicht zu sein, andererseits bietet das Holz innen Wohnlichkeit und Wärmedämmung.

Glas gibt es für den Wintergarten in den verschiedensten Ausführungen: wärmedämmendes Gas, Sonnenschutzglas, Schallschutz und Sicherheitsglas und inzwischen sogar selbstreinigendes Glas. Beim Glas unterscheidet man den g-Wert und den U-Wert (früher k-Wert). Der g-Wert gibt den Energiegewinn an. Dieser bemisst, wie viel Prozent der kurzwelligen Sonneneinstrahlung durch die Scheibe nach innen gelangt und damit als langwellige Wärmestrahlung nutzbar ist. Der g-Wert sollte also möglichst hoch sein. Der U-Wert gibt den Energieverlust an. Gemessen wird, welche Wärmemenge einen Werkstoff pro Zeiteinheit durchdringt, wenn zwischen innen und außen ein Temperaturunterschied von einem Grad besteht. Der U-Wert sollte möglichst niedrig sein.

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