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Wintergarten

Wohnraumerweiterung durch Wintergärten

Hausbesitzer, die zusätzliche Wohnfläche benötigen, weichen meistens nach oben oder unten aus: Eine Aufwertung des Kellers bzw. ein Ausbau von Dachgeschoss oder Spitzboden schaffen zusätzlichen Platz. Allerdings sind die Raumgrößen und die Lichtverhältnisse dort häufig so eingeschränkt, dass die neu gewonnene Fläche längst nicht für jeden Wohnzweck uneingeschränkt nutzbar ist. Anders sieht es aus, wenn das Haus horizontal zulegen kann. Wer über einen Garten oder eine Terrasse verfügt, sollte bei Platzbedarf die Möglichkeit eines Wintergarten-Anbaus prüfen.
Die gläserne Erweiterung bereichert das Haus um wesentlich mehr als nur ein paar Quadratmeter Wohnfläche: Bei sorgfältiger Planung kann ein Wintergarten während des ganzen Jahres zum attraktiven Mittelpunkt des häuslichen Lebens werden - als zusätzliches Wohn-, Ess- oder Arbeitszimmer, vielleicht auch als bewohnbares Pflanzenparadies.

Auswahl des Materials

Bei den Materialien für einen Wintergarten muss man zwischen solchen für die Eindeckung und die Tragkonstruktion unterscheiden. Die Tragkonstruktion besteht aus Trägern, Stützen, Sparren und Pfetten, dafür werden Stahl, Aluminium und Holz eingesetzt. Auf dieser Basis wird auch zwischen Holz- und Metallwintergärten unterschieden.

Bei der Auswahl des Materials spielen nicht zuletzt Nutzungs- und Gestaltungsaspekte eine Rolle. Hier sollte der Fachmann befragt werden. Die Eindeckung kann sowohl mit Glas als auch mit Kunststoff erfolgen.

Bauweise

Der Wintergarten benötigt in jedem Fall ein Fundament. Auf diesem wird dann die Tragkonstruktion aufgestellt, die der Aufnahme und Befestigung des Bedachungs- und Hüllflächenmaterials dient.

Um eine lange Lebensdauer des Wintergartens zu gewährleisten, sind weitere Bauteile notwendig,
  • der Anschluss an das bestehende Bauwerk,
  • eine Regenwasserableitung,
  • Blitzschutz sowie
  • die Gestaltung des Bodenaufbaus
sind wichtige Grundelemente. Beschattung Über Lichtmangel muss sich in solch einem Raum zwischen innen und außen natürlich niemand beklagen. Im Gegenteil: Wenn es keine Möglichkeit gibt, den einfallenden Sonnenstrahlen etwas entgegenzusetzen, vermindert dies den Wohnwert des Glasanbaus erheblich. Denn die Innentemperatur eines unbeschatteten Wintergartens kann an warmen Tagen schnell auf bis zu 70 °C ansteigen. Ein dauerhafter Aufenthalt ist dann weder Menschen noch Pflanzen zuzumuten. Die wirksamste Maßnahme gegen diesen Treibhauseffekt sind Markisen, die bei Bedarf die Sonnenstrahlung schon vor dem Auftreffen auf die Glasfläche stoppen. Bei der Wahl des Beschattungssystems sollte auch die sichere Abwehr der UV-Strahlung der Sonne ein Kriterium sein. Wer darüber hinaus auf eine qualitativ hochwertige Verglasung, eine durchdachte Belüftung und eine ausreichende Dämmung der Bodenplatte achtet, gewinnt tatsächlich eine vollwertige, ganzjährig beliebig nutzbare Wohnraumerweiterung.
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