
Trends
Sowohl als auch
So lautet der Wohntrend 2011! Der Fernseher steht in der Küche, der Esstisch wird zur Kommunikationszentrale, die Badewanne steht im Schlafzimmer. Im Winter wird gegrillt und in der Diele Party gemacht.
Die Wohnräume verschmelzen immer mehr. Die Fachleute haben den Begriff „Entgrenzung“ für dieses Wohn-Phänomen geprägt. Heute fragt man sich, was will ich in Zukunft in mein Wohnzimmer stellen?
Umfrage
Der Verband der Deutschen Möbelindustrie hat eine Trendbefragung bei den Ausstellern der imm cologne durchgeführt. Eine ganz klare Tendenz gehe zur "Materialehrlichkeit", also Materialien wie Glas, Stein, Holz und Edelstahl.Glas
Glas wird in der kommenden Saison gern als Front eingesetzt. Diese findet man in Küchen, bei Wohnwänden und in Kleiderschränken. Dickes Glas als Tischplatte oder satiniertes Glas als transluzente Front eines Schrankes.Stein und Leder
Furnierter oder massiver Stein dient als Arbeitsfläche. Im Kommen sind Edelmaterialien mit haptisch angenehmer Oberfläche.Auch spielt Leder vermehrt eine Rolle. Üblicherweise als Bezugsmaterial für Polstermöbel, aber auch zunehmend als Intarsie bei Schubläden oder Tischoberflächen.
Eiche & Co
Die gute alte Eiche erlebt einen wahren Auftrieb. Als Tisch, Bett oder Schrank, modern ist die Eiche, weil man sie in ihrer ursprünglich sanften Holzfarbe belässt und nicht mehr dunkel-rustikal beizt. Der Nussbaum behält seine wichtige Stellung.Die Kirsche mit ihren zarten, rötlichen Anklängen spielt eine herausragende Rolle. Die Verwendung heimischen Holzes, auch Obstholzes, wird den Käufern wichtiger. Im helleren Farbspektrum bleiben Buche, Ahorn, Esche, Erle und Birke.
Farbe
Bei den Unis der Bezugsstoffe sind Blautöne – von Petrol bis Mint – gefragt und das große Spektrum der Naturtöne. Diese finden sich auch bei Oberflächen von Kastenmöbeln oder im Küchenfrontenbereich wieder.In Anlehnung an die 1970er Jahre spielen vereinzelt auch Orange und Apfelgrün eine Rolle. Schließlich kommt der Klassiker der 1980er Jahre, die Farbe Schwarz, im Polsterbereich, aber auch bei Kastenmöbelfronten zurück.
Stoffe
Streifen, florale Stoffe, abstrakte Grafik, das Thema Muster bei Bezugsstoffen ist sehr vielfältig. Auch das Ornament bleibt als opulentes Dessin beliebtes Thema. Bei allen Stoffen spielt das haptische Erleben eine große Rolle. Viele Stoffe sind nicht mehr glatt, sondern haben eine reliefartige Struktur, die zum Sitzen einlädt und anschmiegend wirkt.Glühbirne ade
Im Haushalt verabschiedet sich so langsam die Glühbirne. Ihr Ersatz sind modernste LED-Leuchten. LEDs haben den Vorteil, sehr energieeffizient zu arbeiten, dabei nicht warm zu werden und eine sehr hohe Lebensdauer zu haben.In der Möbelindustrie finden immer mehr LEDs daher Einsatz beispielsweise in Vitrinen, als Regal- und Schrankbeleuchtung oder als Zierleisten bei Sideboards.
OLED
Die neueste Entwicklung hin zu den preiswerteren organisches Licht emittierenden Dioden, den sogenannten OLEDs, ermöglicht den Herstellern neben hauchdünnen Bildschirmen großflächige Beleuchtung etwa als Regalboden oder großflächige Raumbeleuchtung.Gutes Licht und energieeffiziente Lichtquellen – oftmals versteckt und wie von Zauberhand erstrahlt – sind ein Toptrend, der uns in den nächsten Jahren begleiten wird.
Küche & Co.
Die Küche von heute steht dagegen für Pluralismus und Einzigartigkeit anstelle von Kücheneinerlei. Originalität und Individualität statt Konformität. Sie ist ein Symbol für Lifestyle, Gesundheit und Wellness. Ergonomie und Funktionalität – Superenergieeffizienz und technische Faszination, das sind ihre Merkmale.Quelle: Verband der Deutschen Möbelindustrie e. V.
Galerie zu diesem Artikel
Der Hocker NOOK überzeugt durch eine Kombination aus innovativem Material und zeitlosem Design. Foto: Vial
Rüttimann hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Lieblingsmotive direkt auf das Glas von Schrankfronten gedruckt werden können. Foto: Rüttimann
Seine elegante Form und die grazilen Aluminium-Armlehnen erheben JIVE über die Optik herkömmlicher Relaxsessel hinaus. Foto: Intertime
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