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Studienergebnis: E-Zigarette in der Wohnung unschädlich

Der Vormarsch der E-Zigarette ist auch für Mieter und Immobilieneigentümer relevant.

Während die schädliche Wirkung des Rauchens in Innenräumen längst bekannt ist und immer stärker vermieden wird, scheint die E-Zigarette keine spürbaren Effekte zu hinterlassen.

Eine Studie zeigte nun, dass es sich dabei nicht um Einbildung handelt, sondern um einen Fakt. Ein künstliches hergestelltes, dem menschlichen Zellgewebe sehr ähnliches 3D-Modell wurde sechs Stunden lang dem Rauch herkömmlicher Zigaretten und dem  Aerosol von E-Zigaretten ausgesetzt. Die Resultate waren deutlich: Im Rauch starben die simulierten Lungenzellen nach einigen Stunden ab, während sich unter Aerosol-Einfluss kein Unterschied zum Verfall in normaler Luft zeigte. Eine Zusammenfassung der Studienergebnisse kommt somit zu dem Schluss, dass E-Zigaretten-Dampf sowohl für Menschen als auch für Objekte nicht schädlich ist.

Was bedeutet die Studie für die weitere Entwicklung?

 

Für Millionen „Dampfer“ in aller Welt ist das eine gute Nachricht. Für British American Tobacco dagegen weniger: Der amerikanische Tabakkonzern hat die Studie in Auftrag gegeben, um die vermeintliche Schädlichkeit von E-Zigaretten nachzuweisen. Gelungen ist dies bislang nicht und es hat den Anschein, als seien  die Vorteile der E-Zigarette tatsächlich so eklatant, wie Hersteller und Verkaufsstellen es immer wieder darstellen.

Verbraucherschützer merken dennoch an, dass ein vollständiger Nikotinverzicht immer noch die einzig hundertprozentig gesunde Lösung ist; die E-Zigarette soll deswegen nur Raucher auf der Suche nach einer deutlich weniger schädlichen Gewohnheit adressieren. Nichtraucher nicht zum Dampfen zu animieren wird somit eine der wichtigsten Aufgaben künftiger Aufklärungsstudien sein.

Doch zurück in die Wohnung: In jedem Fall spricht einiges, wenn nicht sogar alles, dafür, dass geneigte E-Raucher tatsächlich mit gutem Gewissen daheim dampfen dürfen – einem  gesunden Wohnen steht die E-Zigarette nämlich nicht im Wege.

Das Aerosol hinterlässt de facto keinen Geruch, sondern verflüchtigt sich direkt, auch Vergilbungen an den Wänden kommen nicht vor. Dies gilt sogar bei wirklich intensiver Nutzung der E-Zigarette; die Immobilienqualität bleibt davon unbeeindruckt, bei geschlossenen Räumen macht sich nach einiger Zeit höchstens ein leichter Anstieg der Temperatur bemerkbar – die Gesetze der Thermodynamik machen schließlich keine Ausnahmen.

Dennoch ist klar, dass ein Balkon weiterhin sehr wünschenswert ist und zum Wohnen positiv beiträgt; allerdings ist er für E-Raucher nicht mehr notwendig, um die Luft in der Wohnung sauber zu halten, und alleine dieses Plus an Bequemlichkeit könnte für viele Raucher ein Grund zum Umsteigen sein.

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